Regiomedizin
  • Mehr durch Kooperation (ÜBAG)

v.l.n.r: Thilo von Engelhardt, Dr. Rudolf Venus, Manfred Müller, Dr. Alice Börgel, Harald Jeschonnek, Dr. Rainer Kersten und Tobias Hoxhold 

Pressemitteilung vom 30.05.2013

Weiterbildungsverbund für Allgemeinärzte – Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung auch für die Zukunft

Die ärztliche Versorgung in den Regionen Herzberg, Northeim und Einbeck/Dassel muss auch für die Zukunft sichergestellt sein. Dies ist das Ziel des aktuell geschlossenen Verbundes zur Förderung der Weiterbildung ärztlichen Nachwuchses im Bereich der Allgemeinmedizin.

Partner dieses Verbundes sind die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN), die Kliniken Herzberg und Osterode GmbH, die überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft Regiomedizin sowie die Ärztekammer Niedersachsen. Gestern wurden die Inhalte der Verbundweiterbildung in den Räumlichkeiten des Gemeinschaftshauses „Wiesel-Treff“ in Gillersheim durch Frau Dr. Alice Börgel, Geschäftsführerin der Kliniken Herzberg und Osterrode GmbH, Herrn Harald Jeschonnek, Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, Bezirksstelle Göttingen sowie den niedergelassenen Ärzten des Netzwerkes Regiomedizin Dr. Venus (Einbeck), Dr. Gralle (Northeim), Herrn Müller (Gillersheim), Dr. Kersten (Dassel) und Dr. Kuwer (Seesen) der Presse vorgestellt. „Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, junge Leute wieder für die Niederlassung in der Allgemeinmedizin zu begeistern. Dies soll möglichst durch attraktivere Ausbildungsmöglichkeiten erreicht werden,“ so Herr Dr. Venus.

Durch den Weiterbildungsverbund soll rechtzeitig einem sich abzeichnenden Mangel an Allgemeinmedizinern entgegengewirkt werden. In Deutschland finden viele Hausärzte keine Nachfolger mehr; Arztstellen in ländlichen Gebieten, aber auch in Großstädten können nicht mehr besetzt werden.

Rechnerisch 45 Hausärzte sind derzeit im Landkreis Osterode am Harz niedergelassen, 4 weitere Ärzte befinden sich in einem Angestelltenverhältnis. Schon jetzt gibt es im Bereich des Landkreises Osterode am Harz 3 freie Vertragsarztsitze für Hausärzte. Längere Wartezeiten auf einen Termin und volle Arztpraxen sind bereits heute keine Seltenheit mehr. Im Bereich Einbeck arbeiten 20 Hausärzte mit dem Alter über 59Jahre (9 Ärzte zw. 59J. bis 63J., 9 Ärzte zw. 64 -68J.,2 Ärzte über 68J.,- 12 Ärzte lediglich unter 58 Jahren.)

Die Altersklassen-Staffelung für Northeim liegt z .Zt. noch etwas milder: 10 Ärzte zw. 49 – 53J., 12 Ärzte zw. 54 - 58 J., 14 Ärzte zw. 59 – 63 J., 4 Ärzte zw. 64 -68 J.

„Wir sind daher umso erfreuter, dass es für die Weiterbildungsassistenten der Klinik Herzberg nunmehr das Angebot der Verbundweiterbildung gibt. Dadurch wird eine fachlich qualifizierte und nahtlose Weiterbildung gewährleistet.“ führte Herr Jeschonnek aus.

Die sich in der Weiterbildungssituation befindlichen Ärzte mussten sich ursprünglich selbst darum bemühen, in den Kliniken und bei niedergelassenen Ärzten Plätze für eine Weiterbildung zu bekommen. Nun werden die Weiterbildungsplätze vorgehalten. Die anspruchsvolle Ausbildung beginnt in der Regel im Klinikum, in der Inneren Abteilung. Im Anschluss folgt dann ein Abschnitt bei niedergelassenen Ärzten. Herr Hoxhold, Netzmanager von Regiomedizin betonte: „Angehende Allgemeinmediziner haben durch diesen Verbund die Möglichkeiten erhalten, durch eine Rotation der einzelnen Standorte, einen tieferen Einblick in das breite Spektrum von Spezialisierungsmöglichkeiten der einzelnen Hausärzte sowie unserer Augenärztin bzw. des Urologen zu erhalten. Ebenso sind verschiedene familienfreundliche Arbeitszeitmodelle möglich, die eine sektorenübergreifende Tätigkeit ambulant/stationär beinhalten können.“ 

Das Förderprogramm sieht vor, dass bereits zu Beginn der Weiterbildungszeit ein exakt definierter Weiterbildungsplan vorliegt und hierfür die finanzielle Förderung gesichert ist. Der zügige, nahtlose Verlauf steigert die Attraktivität der Weiterbildung gerade im Bereich der Allgemeinmedizin.

Die KVN hat zusammen mit den Partnern des Verbundes ein regionales Konzept maßgeschneidert, das unter anderem die Gewährleistung einer finanziellen Förderung sowie einer angemessene Vergütung für den gesamten Zeitraum regelt. Diese wird von der Kassenärztlichen Vereinigung, den Verbänden der Krankenkassen, dem Krankenhaus sowie durch die weiterbildenden Ärzte übernommen. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde gestern unterzeichnet.

Die Kliniken Herzberg und Osterode GmbH hat eine Weiterbildungsstelle zugesichert.
Ein abschließendes Résumé zog Frau Dr. Börgel: „Durch den Weiterbildungsverbund ist es gelungen, junge Ärzte für eine mögliche spätere Niederlassung in der Region Herzberg zu gewinnen. Dieses Modell mag dann auch für die Orte der oben genannten niedergelassenen Ärzte als Vorbild dienen, zukunftsstrukturverlässliche Aufgaben der Krankenhäuser in ihren jeweiligen Bezirken mit zu gestalten.“

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN)

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen ist die Interessenvertretung der rund 13.500 niedergelassenen Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten in Niedersachsen. Sie sichert die flächendeckende medizinische Versorgung für die rund 8 Millionen Einwohner in Niedersachsen rund um die Uhr, kontrolliert die Qualität der medizinischen Leistungen und legt gemeinsam mit den Krankenkassen das Leistungsspektrum und die Honorierung der Vertragsärzte fest. 

Zum gemeinsamen Internetauftritt mit der KVN klicken Sie hier.  

Die Presseerklärung zum Herunterladen klicken Sie hier.

Auskünfte zu unseren Praxen finden Sie hier.

Auskünfte zur Klinik Herzberg und Osterode finden Sie hier.

 

 

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