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  • Thromboserisiko

Thrombose, Embolie, Herzinfarkt und Schlaganfall

Bei Verletzungen gerinnt das austretende Blut – ein Vorgang, der uns allen vertraut ist. Findet eine derartige Gerinnung aufgrund einer Fehlsteuerung innerhalb der Blutgefäße statt, so kann es zu einem Blutklumpen kommen, der das Gefäß verschließt. Ein derartiger Pfropfen kann sich auch auf dem Boden einer Venenentzündung bei Verletzungen oder Infektionen bilden.Lebensgefährliche Komplikationen drohen, wenn der Blutklumpen sich losreißt und durch das Blut schwimmt bis er auf eine Verengung trifft, die er dann verschließt. Durch diesen Mechanismus entstehen Embolien. Auch einHerzinfarkt oder ein Schlaganfall kann darauf beruhen.

Folgende Faktoren erhöhen das Risiko einer Venenentzündung:

Einnahme der Pille, langes Stillsitzen bei Fernreisen mit dem Flugzeug, Auto oder Bus, Rauchen, Schwangerschaft, Übergewicht, Operationen, längere Bettlägerigkeit, Krampfadern.Eine lebensgefährliche Komplikation bei Thrombose einer tiefen Beinvene ist die Lungenembolie, wenn der Blutpfropf mit dem Blutstrom mitgeschwemmt wird und die Lungenschlagader verstopft.

Gefährdung durch Erbanlage

Besonders gefährdet sind Personen, die aufgrund einer Erbanlage zu Thrombosen neigen. Diese Veranlagung beruht in den meisten Fällen auf einer Veränderung des Gerinnungsfaktor 5- und/oder des Prothrombin-Gens. Diese Mutationen sind in Europa weit verbreitet. Die Faktor 5-Genmutation findet sich bei ca. 5 % aller gesunden Menschen. Wenn in Ihrer Verwandtschaft eine der oben erwähnten Erkrankungen gehäuft vorgekommen ist, sollten Sie untersuchen lassen, ob Sie eventuell einer der Genträger sind.

Nachweis der Mutation des Gerinnungsfaktor 5 - sowie des Prothrombin-Gens

Die Mutation des Faktor 5- sowie des Prothrombin-Gens kann heute mit modernen Methoden relativ einfach nachgewiesen werden. Für diese Untersuchung benötigen wir nur eine Blutprobe, die wir auf das Vorliegen der Mutation untersuchen können. Das Ergebnis liegt innerhalb einer Woche vor.

Welche Schutzmaßnahmen werden bei Vorliegen einer Thromboseneigung empfohlen?

Bei einer Thromboseveranlagung sind eine ganze Reihe von Vorsorgemaßnahmen zur Minderung des Risikos möglich:

  • Jede Art von Beinbewegung
  • Häufige Pausen bei langen Autofahrten
  • Reichliches Trinken auf langen Flugreisen
  • Übergewicht meiden
  • Nikotin vermeiden
  • Ballaststoffreiche Kost
  • Häufig Füße hochlagern
  • Stützstrümpfe
  • Heparininjektionen

Fragen Sie Ihren Arzt!

Diese Informationen ersetzen nicht das Gespräch mit Ihrem Arzt, der Ihnen im Detail über die Vorbeugung von Thrombosen Auskunft geben kann.


Diese Patienteninformation als Flyer im pdf-Format zum Herunterladen.
Quelle: Medizinisch-Diagnostische Dienstleistungen - amedes http://www.amedes-group.com

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