Regiomedizin
  • Reiseimpfungen

Gesundheitsrisiko bei Reisen

Auslandsreisen, vor allem in tropische und subtropische Gebiete, sind mit einem nicht unerheblichen Gesundheitsrisiko verbunden. Schutzimpfungen gehören deshalb zu den unerlässlichen Reisevorbereitungen. Da diese Zeit brauchen, ist eine rechtzeitige ärztliche Beratung dringend anzuraten. Insbesondere gilt dies für Reisen in das außereuropäische Ausland.

Welche Impfungen sind erforderlich?

  • Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Impfungen für Ihr Urlaubsziel notwendig sind.
  • Für Kinderlähmung (Polio), Wundstarrkrampf (Tetanus) und Diphtherie kann eine Auffrischung der Impfung erforderlich sein.
  • Eine Neuimpfung gegen Leberentzündung (Hepatitis A und B) sollte besprochen werden.
  • Zu klären ist ferner, ob im Urlaubsland eine Impfung gegen Cholera, Gelbfieber oder Typhus und ein Schutz gegen Malaria erforderlich sind.

Eine Blutuntersuchung kann klären, ob ein Schutz schon vorliegt

Gegen Kinderlähmung, Tetanus und Diphtherie sind wir generell in der Kindheit geimpft worden. Es stellt sich die Frage, ob eine erneute Impfung erforderlich ist. Dies kann durch eine Blutuntersuchung geklärt werden. Wenn schützende Antikörper in ausreichenden Mengen im Blut nachweisbar sind, ist eine erneute Impfung nicht erforderlich.

Wie in der Patienteninformation »Schutz gegen Hepatitis« erläutert, besteht nach einer durchgemachten Hepatitis A oder Hepatitis B, die möglicherweise in der Vergangenheit ohne Beschwerden verlief, ein Schutz gegen eine spätere Infektion. Ergibt eine Blutuntersuchung, dass schützende Antikörper vorliegen, ist eine erneute Impfung überflüssig.

Die Kosten für Impfungen gegen Kinderlähmung, Tetanus und Diphtherie übernehmen die Krankenkassen. Dagegen gehören die Kosten für Blutuntersuchungen und Impfungen gegen Hepatitis A und B bei Erwachsenen in der Regel nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen und müssen gegebenenfalls vom Patienten selbst übernommen werden.

In welchen Ländern besteht ein erhöhtes Risiko für eine Hepatitis A- oder B-Infektion?

Das höchste Risiko einer Infektion mit Hepatitis A besteht in Südostasien, Afrika und Südamerika; in einem geringeren Ausmaß auch im südlichen Mittelmeer- raum und in Osteuropa. Hepatitis B kommt in diesen Regionen ebenfalls wesentlich häufiger vor als bei uns. Außerdem erhöht sich die Gefahr dort mit der Dauer des Aufenthalts. Mit einer rechtzeitigen Impfung gegen diese beiden bedrohlichen Leberinfektionen beugen Sie einer möglichen mehrwöchigen Erkrankung vor. Bei einer Hepatitis B besteht zudem die Gefahr, dass diese Infektion nicht vollständig abheilt und zu schweren Folgeschäden (Leberzirrhose, Leberkrebs) führen kann.

Untersuchungen nach einem Aufenthalt in den Tropen

Nach Rucksacktouren in den Tropen oder nach längerem Aufenthalt dort (über 3 Monate) ist eine Untersuchung von Blut, Urin und Stuhl bei der Rückkehr zu empfehlen. Und zwar nicht nur wenn konkrete Beschwerden vorliegen. Eine Reihe von Infektionen (durch Lamblien, Amöben, Schistosomen u. a.) zeigen nämlich zunächst keine sichtbaren Beschwerden. Erst nach Jahren können sie dann zu wesentlichen Gesundheitsstörungen führen.

Hinweis

Fernreisen mit Langstreckenflügen bergen ein erhöhtes Thromboserisiko. Wenn Sie zu Venenentzündungen neigen, sollten Sie sich darüber informieren, wie Sie die Thrombosegefahr effektiv mindern können. Hier verweisen wir auf die Patienteninformation »Thromboserisiko«.

Das Gespräch mit dem Arzt

Die Vorweginformation ersetzt nicht das Gespräch mit Ihrem Arzt, der Ihnen im Detail über die Bedeutung von Impfungen und Blutuntersuchungen vor einer Fernreise Auskunft geben kann.


Diese Patienteninformation als Flyer im pdf-Format zum Herunterladen.
Quelle: Medizinisch-Diagnostische Dienstleistungen - amedes http://www.amedes-group.com

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