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  • Herzschwäche

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Liebe Patientin, lieber Patient,
Herzschwäche entsteht in den meisten Fällen als Folge anderer Erkrankungen, etwa bei Bluthochdruck oder nach einem Herzinfarkt. Diese Information richtet sich an Frauen und Männer, die an Herzschwäche erkrankt sind, ihre Angehörigen und andere vertraute Personen. Sie soll Ihnen helfen, sich ein erstes Bild von der Krankheit zu machen.

Was ist Herzschwäche?

Das Herz ist ein ungefähr faustgroßer Muskel, der innen hohl ist. Die Muskelwände sind besonders stark, damit es seine Arbeit als Pumpe erfüllen kann. Bei jedem Herzschlag wird Blut aus dem Herzen in den Körper gepumpt.
Der medizinische Ausdruck für Herzschwäche lautet Herzinsuffizienz. Von einer Herzinsuffizienz spricht man, wenn das Herz nicht fähig ist, den Körper ausreichend mit Blut zu versorgen. Er ist dadurch schlechter mit Sauerstoff versorgt.

Beschwerden

Frühe Anzeichen einer Herzschwäche sind:

  • allgemeine Müdigkeit
  • verminderte Belastbarkeit
  • schnelle Ermüdung bei körperlicher Arbeit

Manchmal lagert sich im Körper Wasser ein. Socken schnüren dann ein oder der Hosenbund wird enger, obwohl der Betroffene nicht mehr isst als zuvor. Wassereinlagerungen an anderen Körperstellen können hinzukommen. Eventuell verspüren Betroffene dann schon bei leichteren Tätigkeiten Luftnot, die aber nicht unbedingt bedrohlich sein muss und sich gut behandeln lässt. Bei manchen Erkrankten tritt nur eines dieser Zeichen auf, bei anderen mehrere. Herzschwäche äußert sich bei jedem Menschen etwas anders.

Behandlung

Je nachdem, wie schwer die Herzschwäche ist, unterscheidet sich die Behandlung. Sehr häufig müssen Betroffene mehrere Medikamente einnehmen. Dabei ist es wichtig, dass Sie Ihrem Arzt auftretende Nebenwirkungen rasch mitteilen.
Neben der Behandlung mit Medikamenten können für einige Patienten weitere Maßnahmen günstig sein, zum Beispiel die Behandlung mit einem Herzschrittmacher. In manchen Fällen helfen auch bestimmte Operationen. Durch Ihr eigenes Verhalten können die Beschwerden oft ebenfalls deutlich gelindert werden.

Worauf Sie achten sollten

Die Beschwerden bei einer Herzschwäche können wechseln. Neben stabilen können unsichere Krankheitsphasen auftreten.
Falls Sie diese Anzeichen bei sich erstmals bemerken oder Ihnen eine Verschlechterung auffällt, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren:

  • wenn Sie beim täglichen Wiegen eine Zunahme von
    mehr als 2,5 kg innerhalb einer Woche feststellen
  • bei Schwellungen an Knöcheln oder Unterschenkeln
  • bei anfallsartigem Herzrasen
  • wenn Ihr Herz nicht nur kurz „aussetzt“, sondern
    über einige Minuten lang unregelmäßig schlägt
  • bei Schmerzen oder einem Engegefühl in der Brust
  • bei Fieber (Temperatur über 38,5°C)
  • bei anhaltendem Husten
  • bei wässrigem Durchfall
  • wenn Sie sich erbrechen müssen
  • wenn Sie bei Belastung kurzatmig sind
  • wenn Sie aufrecht im Stuhl sitzen müssen, um leichter
    atmen zu können
  • wenn Sie nachts mehrere Kopfkissen benötigen


„Quelle: Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ)   
Mit freundlicher Unterstützung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung
Stand der Information: Juni 2011“

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