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  • Cystatin C

Chronische Nierenfunktionsstörung – leicht zu erkennen?

Chronische Erkrankungen der Nieren und der ableitenden Harnwege mit deutlicher Einschränkung der Nierenfunktion kommen in Deutschland nicht selten vor. Art und Beschwerdegrad der Befunde und Symptome variieren stark von Patient zu Patient.

Da in der Frühphase dieser Erkrankung in der Mehrzahl der Fälle keine Beschwerden bestehen, bleiben Nierenfunktionsstörungen sowie chronische Niereninsuffizienz meist über Jahre hinaus unerkannt. Der Patient ist symptomfrei, obwohl bereits eine Funktionseinschränkung vorliegt. Selbst bei deutlicher Einschränkung wird dies aufgrund der uncharakteristischen Symptomatik nicht immer erkannt. Der Grund dafür ist, dass Störungen verschiedener Organsysteme, wie des Herzens, der Lunge, der Haut, des Verdauungssystems, der Blutbildung, des Hormonstoffwechsels im Vordergrund stehen, die nicht augenfällig im Zusammenhang mit einer Nierenerkrankung stehen. Die Nierenreserven können dann bereits so stark vermindert sein, dass jede zusätzliche akute Störung, wie beispielsweise Infektionen der Niere und der Harnwege, unzureichende Flüssigkeitszufuhr, Medikamente mit Potenzial der Nierenschädigung zu einer drastischen weiteren Verschlechterung der Organfunktion führen kann.

Treten typische Symptome, wie beispielsweise Nierenschmerzen, Ödeme und Harngeruch auf, ist die Erkrankungen oft bereits weit fortgeschritten. Die fortgeschrittene Niereninsuffizienz ist als Endstadium verschiedener ursächlicher Erkrankungen der Nieren meist nur noch durch eine Nierenersatztherapie, wie Dialyse zu behandeln.

– Der Früherkennung von Nierenkrankheiten sowie deren
   Prävention kommt daher besondere Bedeutung zu. –

Wie kann ich die Nierenfunktion überprüfen?

Die Nieren scheiden Stoffwechselprodukte zügig aus, so dass es zu keinem Aufstau harnpflichtiger Substanzen im Blut kommt. Eine Einschränkung der Nierenfunktion ist folglich durch einen Anstieg dieser Substanzen im Blut gekennzeichnet. Die bisher zur Diagnostik verwendeten Verfahren, wie beispielsweise die Kreatinin-Clearance, haben den Nachteil, dass sie gerade Patienten mit beginnender Nierenfunktionsstörung nicht zuverlässig genug erkennen.

Ein neuerer Marker für die Beurteilung der Nierenfunktion ist das Cystatin C. Findet es sich in einer erhöhten Konzentration im Blut, so ist von einer eingeschränkten Nierenfunktion auszugehen. Die Bestimmung von Cystatin C ermöglicht es, eine Nierenschädigung bereits im frühen Stadium empfindlicher als bisher festzustellen und Schritte zur weiteren Diagnostik der Art der Nierenerkrankung und deren Therapie einzuleiten.

Die Bestimmung erfolgt nach einer Blutentnahme aus Serum.


Diese Patienteninformation als Flyer im pdf-Format zum Herunterladen.
Quelle: Medizinisch-Diagnostische Dienstleistungen - amedes http://www.amedes-group.com

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